Emanzipation der Frauen - wenn 100% völlige Emazipation bedeuten, wie weit sind wir gekommen?

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Freitag, 1. August 2008

die ersten drei tage




während dem flug musste man einreisedokumente ausfüllen, musste dann durch die passkontrolle und gepäck beim baggage-claim holen.
<-- seh ich da nich hot aus?? als unsere gruppe zur empfangshalle ging, wurden wir von anika/yie begrüßt und zu einem minivan gebracht, der uns zum wohnheim bringen würde. der airport ist sehr clean (ich folgere: viele hygienefachkräfte), wir verlassen ihn und sausen auf einer niegelnagelneuen autobahn neben dem Maglev (dem chinesischen transrapid) in richtung metropolis. entlang der sechsspurigen autobahn sind herrlich gepflegte gärten mit bäumen und blumen. wir fahren ohne anschnallgurt und unser fahrer fährt bald im zehnzentimeter abstand zu den anderen autos. wenn er überholen will, hupt er zweimal. ich bin nervös. nicht nur wegen der großen verletzungsgefahr, auch wegen meinen elf monaten in china. wer kraftwerk hört, mag die futuristischen klänge und liebt den anblick shanghai. "wir fahrn, fahrn, fahrn auf der autobahn" hinein in die wolkenkratzerstadt. je mehr wir uns dem zentrum nähern, desto höher fahren wir. das bedeutet die autobahn ist auf hohen stelzen, die am zehnten stock der hochhäuser aufhören. das tempo behält der fahrer bei. mir ist übel wegen der klimaanlage des autos, windstärke 8, hinzu kommt der overload aller eindrücke. ich entscheide mich meine augen zu schließen, aber öffne sie dann wieder. tausende hochhäuser liegen vor, neben, hinter mir. manche sind weiß, manche rechteckig, andere endlos (im stil des brutalismus), bei manchen dachten sich lustige architekten, sie mit sinnlosen minibalkonen à la barock zu ver...... jetzt angekommen, raus aus windböenauto - oh no - ein schwall heißer, schwüler luft holt mich ein (mittlerweile hab ich mich an die humidität gewohnt) - in hotel, geld wechseln, zimmereinteilung, wieder runter, übelkeit, leichter schwindel, nochmal raus, zu bank, geldwechseln, schule besuchen, einschreiben, geld bezahlen, zurück zimmer. <--- die lobby des wohnheims. die stehen voll auf weihnachtsschmuck^^ ich teile mir mein zimmer mit meinem roommate arkan. er geht jeden tag kampfsport trainieren. er kann capoeira, karate (aber das bei dem man nich rumschreit), kickboxen, sanda und er kann dir sagen wo gut essen gehen kannst und wie er dich umbringen könnte (solarplexus usw...). er hat das herz am richtigen ort. später lud frau Lu ein, essen zu gehen. für sechzig euro gingen wir essen. hier kriegt man dafür auch ein fahrrad. mehr als die hälfte blieb übrig, aber es war geiles essen. richtig gut. besser als alle europäischen chinesenrestaurants zusammen. "bä" kann ich jetzt nur noch über diese fake-chinesen denken.
es gab fisch, rind, schwein, tofu, pute, nudeln, reis mit ei, suppe, gekochtes gemüse. ich wollte aber nur noch irgendwie meinen eltern und freunden bescheid sagen, dass ich heil angekommen bin. mein magen knurrte und schmerzte.

der arkan lieh mir sein notebook und ich konnte ein paar zeilen an meine kontakte in BRD schreiben.
dann ging ich ins bett.
die anderen zwei tage verbrachte ich am organisieren. man braucht ja wasserkanister, toilettenpapier (ooohh jaaaa, vor allem das, denn hier haben die hock-klos kein papier mitbei) und geld.

der flug RELOADED/flug des schreckens

hey! wieder da? zwei tage später.... tut mir leid. aber als sorry-pflaster gibts morgen ganz ganz ganz viele posts!
hier noch das zuvor erwähnte gedicht:

flughafen (so is die überschrift)

sanfte frauenstimmen flüstern jedem ins ohr,
doch sie mahnen,
geschäftige anzüge eilen ohne rücksicht,
doch sie finden nicht,
viele kunstwerke stehen hinter glaswänden,
doch sie wollen verkaufen.

massen von menschen ziehen vorbei und ziehen koffer und taschen,
ewig fortlaufende gänge aus grauem stein
liegen unter blauen tafeln mit buchstaben und zahlen,
pfeilen und zeichen, die sie ausschildern.

die schwarze stuhlreihe hat viele kopien,
menschen ohne ihresgleichen sitzen darauf,
und sanfte frauenstimmen flüstern jedem ins ohr.

Dienstag, 29. Juli 2008

der flug






ich war noch nie in frankfurt, auf dem flughafen schon, war aber noch ganz klein. also hab ich mir mal nur den flughafen angeschaut, will ja nich kühn werden und mir frankfurt auch noch anschauen. den frankfurter flughafen hab ich nur in der checked-in-area gesehn, da ich sonst nochmal einchecken hätte müssen! und man versteht, wenn ich nichts riskieren wollte....



es gibt dort viele geschäfte und wenig eigentliches zu tun. also hab ich das getan, was alle tun, wenn ihnen langweilig ist und sie intellektuell sein wollen. dichten - eine tolle, müde beschäftigung. ein gedicht is dabei herausgekommen - es is gut.



es gab auch liegestühle, ich hab gewartet und mir dann ganz flott einen liegeplatz geschnappt - endlich auf der sonnenseite! - - -- - ok, das war jetz wohl eher nebensächlich, aber der spannungsbogen steigt jetz an wie der eine berg, wo die bergsteiger immer in eisspalten fallen (nanga sonstwas..?).



in der waiting lounge für den flug nach shanghai (waiting lounge = raum mit sitzgelegenheiten) traf ich dann meine mitaustauschler, die ihr alle, einer nach dem anderen auf einem foto kennenlernen werdet - dirty secrets inclusive!!



für den flug hab ich mich gut vorbereitet und viele beschäftigungen eingepackt. ich hab viel gelesen, ich laß die sueddeutsche zeitung und den steppenwolf von hermann hesse (<- nettes buch, langweilt aber bald, da es das thema bürgerlichkeit abkaut, wie fußschaber hornhaut.).



es gab essen von dem mir nicht schlecht wurde und ich hatte keine kleinen bälge in meinem zweimeter umkreis. die chinesin neben mir hat sich nach dem ableuchten des anschnallzeichens auf einen anderen platz gesetzt und ich hatte genug platz für kopfhörer, nintendo ds, notebook, mpdreiplayer, zeitung, getränke und essen. ein bisschen habe ich geschlafen.



ich bin bisher immer nur über den atlantik geflogen und habe deswegen noch keinen kontinent von oben betrachten können. die view war toll! wir flogen über nobosibirsk (in der luft). ich sah die russische taiga, die nordchinesischen wüsten und die flußlandschaft mittelchinas. achja, meine kamera lag auch auf dem nachbarinistwegsitz und die hat auch fotos davon gemacht.



obwohl ich dafür von meinem schweizerischaussehenden, aber sächsischsprechenden reihennachbar skeptisch angeblickt wurde, habe ich ein video von meinem elend gemacht.



jetz hol ich mir erstmal eine flasche wasser - mir ist schwindelig.



bis gleich!